Dienstag, 27. Mai 2014

Warum morgen heute ist oder ein Selbstappell


Wenn du die Zukunft ändern möchtest musst du das jetzt tun. Die Vergangenheit kannst du nicht rückgängig machen, die Zukunft jedoch beeinflusst du mit jeder noch so kleinen Handlung. Alles baut aufeinander auf. Entscheidungen, die du jetzt triffst, Wege, die du jetzt gehst- alles beeinflusst deine Zukunft. Wenn du jetzt etwas veränderst, veränderst du deine gesamte Zukunft. Deine Ziele kannst du nur im Hier und Jetzt verfolgen. Rede nicht von morgen, sondern gestalte morgen heute!

Samstag, 24. Mai 2014

Kapitel 3

Wie die Zeit vergeht


Den Wettlauf gegen die Zeit kann man nicht gewinnen, denn sie vergeht unaufhörlich. Alles was du siehst und hörst, riechst, schmeckst oder fühlst gehört der Vergangenheit an. Du bist immer ein Stückchen langsamer als die Realität.
Auch was du hier liest, liest du in der Zeit versetzt. Jede Zeile wurde erdacht und niedergeschrieben zu einer anderen Zeit. Manche sind alt. Manche sind neu. So mischen sich die Zeiten und es entsteht eine neue. Dieser Satz zum Beispiel wurde am 21.9.2013 um 17:57 im Präteritum verfasst, vorahnend, dass er, wird er gelesen, längst geschrieben und mehrmals überarbeitet sein wird.

Wenn aber alles in der Vergangenheit geschieht, kann ich dann überhaupt im Jetzt denken oder sind auch alle meine Gedanken längst erdacht? Kann ich etwas Neues schaffen oder nur Altes kombinieren? Ist nicht alles, was in Zukunft geschieht, schon vergangen?

Was ist das überhaupt für eine Einheit - Zeit? Klar ist: Zeit hat man nie genug. Immer wenn man die Zeit braucht hat man zu wenig und wenn man gerade Zeit hat, dann fehlt einem die Beschäftigung. Unser Zeitempfinden ändert sich ständig, sowohl kurz- als auch langfristig betrachtet. Bei einer Beschäftigung die uns Spaß macht vergeht die Zeit wie im Flug, während sie bei monotonen Arbeiten fast still zu stehen scheint. Und auch mit zunehmendem Alter vergeht die Zeit gefühlt immer schneller. Und trotzdem hat jedes Jahr immer noch 365 Tage (Schaltjahre ausgenommen), jeder Tag 24 Stunden, jede Stunde 60 Minuten und jede Minute 60 Sekunden – warum also scheint sie immer schneller zu laufen? Oder bekommen wir von unserer Zeit vielleicht nur weniger mit? Sind wir schon so übersättigt mit Eindrücken und Informationen, dass wir viel weniger von unserer Umgebung wahrnehmen? Sind prägende Reize für uns heute viel schwieriger zu finden, als für unser 5-jähriges Ich?

Sonntag, 18. Mai 2014

Sterne

In klaren Nächten kann ich von meinem Fenster aus unzählige kleine Lichter am Himmel bewundern. Alleine sind diese Lichter klein und schwach, doch gibt es so viele von ihnen, dass der gesamte Nachthimmel erleuchtet wird. Je länger ich schaue, desto mehr Lichter entdecke ich und desto heller wird die Nacht. Wo sonst die Dunkelheit herrscht starre ich nun in ein Meer aus Lichtern.
Diese kleinen Lichter können Trost und Zuversicht spenden. Es sind Sterne, die in unvorstellbaren Entfernungen leuchten. Bis ich das Licht der Sterne meine Augen trifft vergehen Jahre, Jahrhunderte und Jahrtausende. Ein Blick in den Himmel ist also immer auch ein Blick in die Vergangenheit. Nein, eigentlich ist er sogar noch viel mehr - Wir sehen nicht nur eine Vergangenheit, sondern unglaublich viele. Jedes Licht hat seine eigene Geschichte und eine weite Reise hinter sich. Was die Lichter wohl schon erlebt haben, auf ihrer Reise durch Raum und Zeit? Sie sind die Zeugen ihrer Reise und weihen uns mit ihrem Licht in ihre Geschichten ein. Sie zeigen uns, dass es vor uns schon etwas gab und dass es auch nach uns etwas geben wird. Denn sie reisen weiterhin unermüdlich, bis das Licht erlischt.

Und vielleicht leuchten auch wir wie die Sterne. Wir können anderen Trost und Zuversicht verbreiten und ein Licht im Dunkeln schenken. Wir können ein Lächeln auf die Gesichter zaubern und zurück geben, was wir bekommen haben. Jeder braucht gewisse Dinge zum Leben, aber jeder hat auch etwas zu geben. Drum lasst uns versuchen etwas Licht zu verbreiten, vor allem in den dunklen Zeiten.

Sonntag, 11. Mai 2014



Ob Sonnenschein,
ob Sternenfunkel: Im Tunnel ist es immer dunkel.“ - Erich Kästner

Samstag, 3. Mai 2014

Kapitel 2

Bei Nacht


Dieses Kapitel ist der dunkelsten aller Zeiten gewidmet – der Nacht. Mit dem Untergang der Sonne verschwindet das Licht und die Wärme und es wird kalt und dunkel.
 

Ganz langsam wird es immer dunkler und dunkler und mit der Dunkelheit kommt die Angst. Langsam kriecht sie an mir herauf, legt sich sich um mich, wie ein undurchsichtiger Schleier. Immer enger wickelt sie sich um mich, immer fester wird sie und je dunkler es wird, desto mehr hält sie mich fest.

Die Nacht macht uns schwach und verletzbar. Sie zeigt uns unsere Schwächen und Ängste. Sie präsentiert die Größe und Kraft des Universums und führt uns vor, wie klein und verwundbar wir sind. Der Wechsel zwischen Tag und Nacht ist unaufhaltsam. Wir können den Prozess nicht steuern oder beeinflussen. Jede Nacht aufs Neue erleben wir, wie wenig Macht wir doch haben. Dann bleibt uns nur das Abwarten auf den nächsten Tag, das nächste Licht, den ersten Sonnenstrahl.

Ich versuche still zu bleiben und einfach abzuwarten, denn irgendwann muss es wieder hell werden und dann wird es wieder warm und schön...

Und obwohl die Nacht so kalt und dunkel seien kann, offenbart sie uns etwas Wunderbares, denn die Nacht hat viele Gesichter. Sie ist ruhig und schreckhaft, gespenstisch und geheimnisvoll, besinnlich und vertraut.

Mit dem Hereinbrechen der Dämmerung verschärfen sich die Sinne. Die kleinsten Geräusche werden auf ein Mal groß und laut. Jeder Tritt, jedes Rascheln, jeder Atemzug wird zu einer lauernden Gefahr. Ein vorbeihuschender Schatten, das Scheinwerferlicht eines Autos oder ein sich im Wind bewegender Baum werden zu schaurigen Gestalten, die die Dunkelheit beherrschen.


Wenn der Himmel Feuer fängt,
erwachen die Mysterien,
dann steht die Welt kurz still
schafft Raum für Übersinnliches
geschützt durch das Hereinbrechen der Nacht
macht sich so manches Wesen auf die jagt
und am Ende schwarz 
 
Um uns zu schützen gegen etwas, das übermächtig ist, rücken wir enger zusammen. Die Nacht zeigt uns, wo unsere Freunde sind, denn wir brauchen sie, um die Nacht zu überstehen. Um die Dunkelheit und Kälte der Nacht zu vertreiben, werden Geschichten erzählt. Wir reden und spielen und lachen und machen Lärm, um die Stille der Nacht zu durchbrechen. 
 

Lauschend und sich vorsichtig bewegend ziehen wir durch die Nacht. In diesen Momenten macht sie uns stark und unsichtbar. Sie schweißt uns zusammen und lässt die Geschichten kommen.

Und dann, wenn Ruhe in den Häusern eingekehrt ist und die Menschen sich versammeln, zeigt die Nacht ihre besinnliche Seite. Sie gibt uns Platz zum Träumen und Denken. Sie legt ihre Dunkelheit schützend über intime Momente. Sie schafft Raum und Zeit für Übersinnliches. Und nicht zu Letzt zeigt sie uns die Sterne, gibt Hoffnung und Zuversicht, denn nach der Nacht kommt ein neuer Tag.